Recyclingmöbel – eine Liebeserklärung

von nunette

Wie sich immer wieder zeigt: Ich bin ein großer Fan von Recycling-Möbeln. Das hat nicht nur damit zu tun, dass ich es wahnsinnig mag, wenn Gebrauchsgegenstände zweckentfremdet werden, sondern auch mit der ökologischen Tatsache, dass auf diesem Planeten einfach zu viel produziert wird, obendrein viele Produkte mit einem geplanten Verfallsdatum (geplante Obsoleszenz). Außerdem rollt mit Riesentempo eine gewaltige Wirtschaftskrise auf uns zu. Ich hoffe fast, dass es uns so sehr erwischen wird, dass die REligion des ewigen Wachstums endlich in die Märchenbücher verdrängt wird.

Aber über all diesen wirtschaftsgesteuerten Gedanken steht das Gefallen: Patina, Geschichte usw…. Ich finde es schlicht und einfach schön. Während ein Bekannter von mir meint, bei meinem uralten Eichentisch, dessen Furnier bereits an hunderten Stellen aufgegangen ist und dessen Ecken abgewetzt sind, blute ihm regelmäßig das Herz. Ich solle ihn doch renovieren lassen – wenn ich 1000 Euro in den Tisch investiere, bekomme ich locker 3000 raus. Für mich ist das gar nichts – ich liebe es, dass der Tisch gebraucht aussieht, eine Geschichte hat. Er hat mit ganze 80 Euro gekostet und wird noch lange seinen Job tun.

Dass Recyclingmöbel in Mode sind, ist wohl eine Mischung aus all den oben genannten Gründen.