Gleich mehrere Lichter sollten uns aufgehen

von nunette

Hach, Lampen. Eine Hassliebe – oft wunderschön, oft kaum bezahlbar. Obwohl ich mich hier wohl als Anfänger in Sachen „Designklassiker“ oute, kann ichs trotzdem nicht lassen, hier mal gesammelt die Lampen zu zeigen, die mein Herzelein höher schlagen lassen….

Meine persönliche große Liebe: Die Bourgie von Kartell. Eine moderne Interpretation einer Barocklampe – in der bestmöglichen Kombi: Alte Formen – neue Materialien. Entworfen 2004 von Ferrucico Laviani für den italienischen Möbelhersteller Kartell.

70s at its best: Die Bogenlampe. Ob großer oder kleinerer Bogen, ob weiß, metall oder orange Lampenschirm – jedes einzelne Mal entwischt mir beim Anblick einer Bogenlampe ein leiser habenwollen-Seufzer….

Berühmt, kreativ, teuer – und Produkt des wohl bekanntesten Lampendesigners Deutschlands: Die Birdie von Ingo Maurer. Gibt es in diversen Größen und Formen – und zeichnet sich durch feine Ironie aus. Und einen irre hohen Preis…

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Die wohl teuerste der hier vorgestellten Lampen: PH Artichoke der Firma Louis Poulsen. Im Design Museum von Kopenhagen wird sie prominent dargestellt. Wenn ich mich richtig erinnere, entwarf Designer Poul Henningsen sie, um auch weniger liquiden Bevölkerungsschichten Design zugänglich zu machen. Heutzutage kostet diese Lampe 6000 Euro aufwärts…..

Artemide Tolomeo Mega. Der Klassiker von Artemide, der 1960 in Italien gegründeten Lampenfirma – steht auch im Museum of Modern Art in New York. Der Inbegriff für „sophisticated understatement“….. und gibt wunderbares Leselicht.

Gehört eigentlich in die Kategorie „Kreativ“, weil von meiner hochgeschätzten ehemaligen Arbeitskollegin Soosoo selbst entworfen und gebastelt: die „Bodytalk“. Es gab eine Zeit, da stand in jeder einzelnen Stundenten-WG die klassische IKEA-Reispapier-Stehlampe. Und in fast jeder einzelnen WG zerriss das Papier bald. Soosoo löste das Problem, indem sie Bilder eines Modeshootings aus einer Zeitschrift kopierte, laminierte, zusammenklebte und an den Halterungsringen befestigte.

Und ja, auch die hier gehört für mich in die Reihe genialer Lampen – schlicht, weil sie für eine meiner Lieblingsszene in der „fabelhaften Welt der Amelie“ verantwortlich ist: die Schweinelampe, die sich im Film seufzend selbst ausschaltet…

Ab Minute 0:52: