nunette

design, interiors, diy, nunette.

Monat: Dezember, 2011

Original oder Kopie?

Wie vor einigen Wochen schon geschrieben, bin ich nun endlich stolze Besitzerin eines Eames Schaukelstuhls. Allerdings von einer Kopie, da das Original bei meinem Gehalt einfach unbezahlbar ist. Ich weiß, dass Design unterstützt gehört – und gutes Design mit hochwertigen Materialien, vorzugsweise sogar noch nachhaltig und auf sonstige Weise die Umwelt berücksichtigend ist oft einfach teuer. Bei Eames war halt erstens der Wunsch nach dem Sessel schon verdammt groß, und außerdem ist Eames eine weltweit bekannte Marke mit sehr lukrativen Produzentenverträgen. Insofern seh ichs in diesem Fall entspannt. In der Zwischenzeit bin ich aber über diesen Artikel gestolpert und kann einiges an der Motivation dahinter gut verstehen.

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Und wiederum später, nämlich heute, bin ich wieder über eine Designkopie gestolpert (und zwar keine so eindeutig freche wie diese hier von IKEA, die meines Wissens nach sogar von Thonet begrüßt wurde). In diesem Fall handelt es sich um diesen Schaukelstuhl, der mir sehr nach Thonet ausgeschaut hat, es aber nicht ist. Laut Altwarenhändler, den ich auf 80 Euro hab runterhandeln können, ist der Stuhl aus den 70ern, erkennbar an der Formung des Holzes (Thonet-Stühle haben ganz rundes Holz, der hier ist etwas abgeflacht). Thonet ist eine Firma mit so derartig viel Geschichte, die das Möbeldesign wirklich radikal veränderten. Es ist also nicht nur mehr der übliche innere Kampf „Kontostand vs. Habenwollen“, sondern es kommt auch der Gedanke, ob ich eine Kopie kaufen soll, dazu. Wobei: Ein Original ist sowieso unleistbar.

Übrigens, der genialste gefakte Thonetsessel, über den ich seit langem „gestolpert“ bin, ist dieser hier:

(c) apartmenttherapy.com

(c) apartmenttherapy.com

weihnachtliches

Ich finde ja, dass Weihnachtsschmuck gesetzlich verboten gehört. Das ganze kitschige Klimbim, der irre Energieverbrauch, weil jede Einkaufsstraße sich Leuchtschmuck leistet, und die ganzen Engerln und Christkinderln – schrecklich. In Studententagen wohnte ich in einer Zweier-WG und sprach für die gemeinsamen Wohnräume absolutes Weihnachtsschmuckverbot mit scharfen Konsequenzen bei Zuwiderhandlung aus. Worauf das winzigkleine Schlafzimmer der Mitbewohnerin einem Christkindlmarktstand ähnelte, so ging es vor Weihnachtsschmuck über.

Inzwischen finde ich Weihnachtsschmuck zwar nur noch zu 99% fürchterlich (in der eigenen Wohnung gilt immer noch die 100%-Regel, dankenswerterweise denkt mein Holder ähnlich) – eine Ausnahme bildet das „Schon Schön„, eine geniale Bar/Restaurant/Friseur-Kombination im siebten Bezirk in Wien. Deren Betreiber Hermann Seiwald hat vor einigen Wochen Fotos der Weihnachtsdeko auf Facebook veröffentlicht:

(c) Hermann Seiwald / facebook.com

(c) Hermann Seiwald / facebook.com

Weitere Fotos nach dem Klick in den Artikel ….

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fisheye mirror

Fischaugenspiegel sind etwas sehr gewöhnungsbedürftiges, haben aber einen (im wahrsten Sinne des Wortes) riesigen Vorteil: Sie vergrößern optisch kleine Zimmer. Na klar, eigentlich tut das jeder Spiegel, sobald er eine gewisse Größe hat – bei den Fischaugen reicht aber bereits ein relativ kleiner Durchmesser, um das gesamte Zimmer zu spiegeln.

Mein Favorit:

apartmenttherapy.com

apartmenttherapy.com

Auf Ebay finde ich meist nur recht nautisch angehauchte Fischaugenspiegel – ein solcher Strahlenkranz ist mir leider noch nicht untergekommen…

Zu Besuch bei: Andrea Zehetner / Studentenheim

Juuhuu, ich hab wieder Fotos bekommen! Ich freue mich sehr, euch jetzt das momentane Zuhause meiner lieben Freundin Andrea vorstellen zu dürfen. Sie wohnt hier in Wien in einer wunderschön renovierten Altbauwohnung mit viel bunt und vielen liebevollen Details (und einem superhübschen, dunkelblauen (!) Badezimmer) – ist aber derzeit zum Studieren in Salzburg. Im dortigen Studentenheim wars nicht einfach – es ist alles eingerichtet, man kann nur mit Deko arbeiten, um an sich hässliche Möbel zu behübschen. Ich finde, Andi ist das wunderbar gelungen (auch wenn ich den schweren Verdacht habe, dass das Spiegeltischchen am letzten Bild früher mal in ihrer Wiener Wohnung und ziemlich rot war).

Andrea ist übrigens Fotografin und Grafikerin, eines ihrer Fotos ziert meine Schlafzimmerwand und ich bewundere es immer wieder gerne, weil es mich an zwei ganz außergewöhnlich tolle Urlaube in der Stadt, die niemals schläft, erinnert….

(c) Andrea Zehetner

(c) Andrea Zehetner

Für ein Stadtkind wie mich macht so ein Blick aus dem Fenster wirklich Eindruck….

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Strickmöbel

In den vergangenen Monaten habe ich das Stricken wieder für mich entdeckt – so sehr, dass ich bereits Strickaufträge von Freunden abarbeite. Je dicker die Wolle, je breiter die Nadeln, desto mehr Spaß habe ich beim Stricken.

Dementsprechend begeistert bin ich vom aktuellen Trend der Strickmöbel.

apartmenttherapy.com

apartmenttherapy.com

Ist man einmal „hooked“, dann ist der Strickkreativität keine Grenzen gesetzt – Beweise nach dem Klick in den Artikel….

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My Poster-Boy

Nachdem er zu Beginn mit genau drei Möbelstücken bei mir einzog und einrichtungsmäßig schnell kapierte, dass er wenig mitzureden hat, ist mein Liebster inzwischen ansatzweise angesteckt von meinem Einrichtungswahn. Er liefert regelmäßig tolle Ideen (der Hinweis auf die Kabeltrommeltische war von ihm) und hat inzwischen ordentlich was zu sagen, was unsere Wohnung betrifft, überraschenderweise sehr zu meiner Freude.

Als Wandbehübschung mag ich auch alte Filmplakate sehr. Entweder in edler Rahmung oder auf eine Spanplatte geleimt und an die Wand gelehnt (so kann James gleich doppelt cool dalehnen). Unbedingt an meine Wände muss noch ein Exemplar dieser beiden Filmplakate:

impawards.com

impawards.com

impawards.com

impawards.com

Was das mit meinem Liebsten zu tun hat? Aus gut informierten Quellen weiß ich, dass mich diese Poster unterm (nicht vorhandenen) Weihnachtsbaum erwarten 😉

Eine tolle Quelle auf der Suche nach alten Filmplakaten ist übrigens diese Seite: Impawards.com

habenwollen, seltsamerweise.

Freshome.com zeigt immer wieder tolle Wohnungen – so unter anderem vor kurzem diese hier. Wirklich viele Details und Räume finde ich sehr schön, doch am allermeisten hat mich dieser kleine Kerl fasziniert:

freshome.com

freshome.com

Ich hab keinen blassen Schimmer, wieso – aber ich finde diese Figur mitten in dem durchgestylten Apartment einfach nur genial. Tipps und Hinweise, wo ich ihn finden kann, sind herzlich willkommen.

Design alt, Upcycling neu.

Designklassiker neu interpretiert gehören für mich zum Schönsten, was es inneneinrichterisch geben kann. Dazu gehören barocke Lampen aus Plexiglas oder knallbunt lackierte Thonetsessel. Wenn diese Neuinterpretation noch dazu einhergeht mit sinnvoller Verwendung vorhandener Materialien, dann freut sich das Nunette’sche Herz gleich ganz besonders:

In den USA weitverbreitet und berühmt sind die Sessel von Emeco – hierzulande zwar ebenfalls ein bekannter Anblick, jedoch bei weitem nicht so oft verfügbar. Besonders der ganz klassische Emeco 111 Navy Chair dürfte jedoch dem einen oder der anderen aus Filmen bekannt sein. Emeco hat sich vor einiger Zeit mit Coca Cola zusammengetan und verarbeitet deren gebrauchte Dosen und Flaschne (ich hoffe zumindest, dass sie wirklich gebraucht und gereinigt sind und nicht extra für Emeco produziert – das würde der Sache den Sinn nehmen).

Das Ergebnis:

emecowithcoke.com

emecowithcoke.com

Besonders die Alusessel links haben es mir angetan – würde jede Dose Red Bull, die ich Zeit meines Lebens bisher leider versoffen habe, derart recyclet werden, müsst ich mich wohl nie mehr um die Suche nach neuen Sesseln für den Esstisch beschäftigen.

Mehr Infos auf Emeco with Coca Cola.

Design by: Piero Fornasetti

An sich sind Wandteller ja der Inbegriff des entweder Spießigen (mit Jagd- und Landszenen sowie Blumenornamenten) oder des Protzigen (mit güldenen Engeln oder Adonissen von Versace). Es gibt jedoch eine Ausnahme: Die „Tema e Variazioni“-Serie von Piero (und in weiterer Folge Sohn Barnaba) Fornasetti.

Piero Fornasetti war ein Maler, Bildhauer und Designer aus Mailand, der Kunst am laufenden Band produzierte. Am wohl berühmtesten ist die schier unendlich große Serie des Frauengesichts auf Porzellan. Er porträtierte die Opernsängerin Lina Cavalieri – und verfremdete das Motiv über hundertmal. Die daraus entstehenden Wandteller sind begehrte Sammlerstücke und kosten selbst auf Ebay 150 Euro aufwärts. Und ja, ich finde, diese Teller würden sich auch an meiner Wohnzimmerwand sehr gut machen ….

allkindsofnew.wordpress.com

allkindsofnew.wordpress.com

Er selbst beschrieb sein Werk folgendermaßen:

“So I dressed with remaining ceramics, furniture and objects; so I placed a message in each, a small story, at times ironic and obviously wordless, but audible to those who believe in poetry.” 

arcspace.com

arcspace.com

In vielen der Variationen ist Fornasettis Humor herauszulesen. Er war übrigens auch Innenarchitekt. Wie es bei ihm zuhause aussieht (also genaugenommen bei seinem Sohn, Fornasetti ist seit 1988 tot, sein Sohn designt seither unter dem Namen Fornasetti weiter) – und weitere „Tema e Variazioni“ sind nach dem Klick in den Artikel zu sehen.

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Rainbow Books

Noch so eine Idee, über die ich vor ein paar Jahren gestolpert bin und die ich vor etwa drei Jahren im eigenen Bücherregal umgesetzt habe: Bücher nach Farben sortieren. Ich bin eine totale Leseratte und halte den Kindle für Teufelszeug, weil man Bücher nicht nur liest, man bewundert auch das Cover, man genießt, wie sich eine neues Buch anfühlt, wie es riecht – Bücher gehören einfach zum Leben dazu. Allerdings fand ich voll befüllte Bücherregale immer sehr unruhig und plump – bis ich die Ordnung nach Farben entdeckte. Jetzt siehts zwar hübsch aus und passt ins Zimmer, dafür brauch ich jetzt dreimal so lange auf der Suche nach einem spezifischen Buch… macht auch nix!

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Dass es im Jahr 2004 eine Kunstinstallation war, hab ich auch erst heute bei der Fotorecherche entdeckt. Von Chriss Cobb, aufgebaut in San Francisco, und ausgestattet mit dem wunderbaren Namen: „„There is Nothing Wrong in This Whole Wide World„.

Auch viele andere setzten diese Idee in ihrem Zuhause bereits um….. mehr nach dem Klick in den Artikel (ebenso wie ein Video zu Cobbs Kunstprojekt)!

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